Ratgeber MD-Begutachtung

Mit Blick auf eine gesunde und sichere Zukunft

Pflege-Ratgeber

Ratgeber MD-Begutachtung

MDK Begutachtung: So bereiten Sie sich vor

MDK Begutachtung:

So bereiten Sie sich vor

Was macht der MD bei einer Begutachtung?

Was macht der MD bei

einer Begutachtung?

  • Sie erhalten einen schriftlichen Termin zur Begutachtung.
  • Die Begutachtung findet meist zu Hause oder in der Pflegeeinrichtung statt.
  • Die Pflegeperson sollte möglichst beim Termin anwesend sein.
  • Die Gutachter/innen erfassen die Pflegesituation anhand eines Fragenkatalogs.
  • Beurteilt werden Selbstständigkeit, Fähigkeiten und Unterstützungsbedarf.

Die sechs Lebensbereiche (Module) der Begutachtung:

Die sechs Lebensbereiche

(Module) der Begutachtung:

  • Modul 1: Mobilität
  • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Modul 4: Selbstversorgung
  • Modul 5: Krankheits- und therapiebedingte Anforderungen
  • Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Punkteverteilung für die Pflegegrade:

Punkteverteilung

für die Pflegegrade:

  • Pflegegrad 1: 12,5 bis unter 27 Punkte – geringe Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 2: 27 bis unter 47,5 Punkte – erhebliche Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 3: 47,5 bis unter 70 Punkte – schwere Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 4: 70 bis unter 90 Punkte – schwerste Beeinträchtigung
  • Pflegegrad 5: 90 bis 100 Punkte – schwerste Beeinträchtigung mit besonderem Pflegebedarf

Wie läuft der Besuch zur Pflegebegutachtung ab?

Wie läuft der Besuch

zur Pflegebegutachtung ab?

  • Der Gutachter oder die Gutachterin kommt zum vereinbarten Termin nach Hause.
  • Fragen werden anhand der sechs Module systematisch durchgegangen.
  • Medizinische Unterlagen und Pflegedokumente unterstützen die Einstufung.
  • Auch Wohnsituation und Nutzung von Hilfsmitteln werden berücksichtigt.
  • Der Termin dauert in der Regel etwa eine Stunde.

Tipp:

  • Antworten Sie ehrlich und offen, auch wenn es unangenehm ist.
  • Nur so kann eine realistische Einstufung erfolgen und Hilfe rechtzeitig gewährt werden.

Der Fragenkatalog: Welche Fragen stellt der MD?

Der Fragenkatalog:

Welche Fragen stellt der MD?

Modul 1: Mobilität

  • Kann sich die Person in der Wohnung allein bewegen?
  • Ist Treppensteigen noch möglich?
  • Kann selbstständig zwischen Sitz- und Liegeposition gewechselt werden?

Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Modul 2: Kognitive und

kommunikative Fähigkeiten

  • Ist Orientierung in der Umgebung gegeben?
  • Können Entscheidungen im Alltag getroffen werden?
  • Kann die Person Bedürfnisse äußern und kommunizieren?

Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Modul 3: Verhaltensweisen

und psychische Problemlagen

  • Treten Ängste auf?
  • Lehnt die Person Hilfe ab?
  • Besteht eine depressive Stimmungslage?

Modul 4: Selbstversorgung

  • Kann rechtzeitig die Toilette aufgesucht werden?
  • Ist selbstständiges An- und Auskleiden möglich?
  • Kann selbstständig gegessen und getrunken werden?

Modul 5: Krankheits- und therapiebedingte Anforderungen

Modul 5: Krankheits- und

therapiebedingte Anforderungen

  • Können Medikamente selbstständig eingenommen werden?
  • Sind Injektionen notwendig?
  • Werden Arztbesuche allein organisiert?

Modul 6: Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakte

Modul 6: Gestaltung des

Alltags und sozialer Kontakte

  • Kann der Alltag eigenständig gestaltet werden?
  • Bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten?
  • Werden soziale Kontakte gepflegt?

Gewichtung der Module bei der Bewertung:

Gewichtung der Module

bei der Bewertung:

  • Mobilität: 10 %
  • Kognitive Fähigkeiten & psychische Problemlagen: 15 %
  • Selbstversorgung: 40 %
  • Krankheitsbedingte Anforderungen: 20 %
  • Alltagsgestaltung & soziale Kontakte: 15 %

Vorbereitung auf die Pflegebegutachtung

Vorbereitung auf die

Pflegebegutachtung

Checkliste zur Vorbereitung:

  • Pflegeperson: Sollte möglichst beim Termin anwesend sein.
  • Schwerbehindertenausweis: Falls vorhanden, bereithalten.
  • Pflegetagebuch: Gibt einen Überblick über alltägliche Pflegeaufgaben.
  • Medikamentenplan: Zeigt die aktuelle Medikation.
  • Krankenhaus- oder Reha-Entlassungsberichte: In Kopie bereithalten.
  • Ärztliche und therapeutische Unterlagen: Dokumentieren den Gesundheitszustand.
  • Liste behandelnder Ärzt/innen und Therapeut/innen: Mit Frequenz und Erreichbarkeit.
  • Pflegedokumentation: Falls ein Pflegedienst bereits tätig ist.
  • Hilfsmittel: Sichtbar platzieren (z.B. Rollator, Pflegebett).
  • Fragenliste: Eigene Fragen an den MD notieren und mitbringen.

MD Begutachtung: Wie lange dauert der Bescheid?

MD Begutachtung:

Wie lange dauert

der Bescheid?

  • Der Bescheid erfolgt spätestens 5 Wochen nach dem Termin.
  • Bei Unzufriedenheit mit dem Pflegegrad kann Widerspruch eingelegt werden.

Fazit

  • Eine gute Vorbereitung erleichtert dem MD die Einstufung.
  • Ein realistisches Gutachten ermöglicht passende Leistungen wie Pflegegeld oder Entlastungsbeträge.
  • Pflegende Angehörige profitieren langfristig von einer korrekten Einstufung.
  • Bei Fragen stehen wir von Sernitas Care Ihnen gern zur Seite.

Wir sind für Sie da!

Gerne beraten wir Sie, welche Leistungen für Sie passen. Auf diese Weise erhalten Sie eine individuell auf Sie oder Ihre Angehörigen abgestimmte Grundpflege. Sie haben Fragen? Auch die beantworten Ihnen unsere Mitarbeiter gerne. Rufen Sie uns an!